Im Gottesdienst am Sonntag, 15. Februar, um 10 Uhr in der Peter-Paul-Kirche Oldesloe, Kirchberg 8, wird das Ansgar-Kreuz der Evangelischen Kirche in Norddeutschland an zwei Frauen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Oldesloe verliehen. Pastor Diethelm Schark und der Propst des Kirchenkreises Plön-Segeberg, Dr. Michael Dübbers, leiten den Gottesdienst und nehmen die Ehrung vor.
Mit der Auszeichnung dankt die Nordkirche Renate Leichsenring und Almut Schöttler für ihr jahrzehntelanges, unermüdliches Engagement in allen kirchlichen Belangen sowie für ihre freundliche und hilfsbereite Art. Beide Frauen gehören seit den Anfängen zum Team des Kleidershops im Haus der Begegnung in Bad Oldesloe, der seit über 50 Jahren mit großem ehrenamtlichem Einsatz von rund 50 Freiwilligen – überwiegend Frauen – getragen wird.
Angeregt wurde die Verleihung des Ansgar-Kreuzes von Dagmar Kristoffersen, Leiterin der Familien-Bildungsstätten Bad Segeberg und Bad Oldesloe. In ihrem Vorschlag würdigt sie das außergewöhnliche Engagement der beiden Geehrten: »Mit unermüdlichem Einsatz, Herzblut und großem persönlichen Engagement haben sie ihr Leben um ihren Dienst während des Kleidershops herum organisiert – Urlaube, Familienaktivitäten und persönliche Zeit wurden immer im Sinne dieses wichtigen nachhaltigen Angebots geplant.«
Das Ansgar-Kreuz der Nordkirche kann – wie es in der Stiftung durch die Kirchleitung heißt – „Gemeindegliedern verliehen werden, die durch großen persönlichen Einsatz in der kirchlichen Arbeit, vorbildliche Förderung der Kirche, ihrer Werke und Einrichtungen sowie durch beispielhaftes Eintreten für einen tätigen christlichen Glauben in der Öffentlichkeit hervorgetreten sind.“ Es ist ein Dankeszeichen der Nordelbischen Kirche.
Benannt ist das Kreuz nach dem Bischof und Missionar Ansgar, der im 8. und 9. Jahrhundert von Hamburg aus den Norden missionierte. Seine Reisen führten ihn bis nach Schweden und Norwegen; zeitweise wurde er von den Wikingern bis nach Bremen zurückgedrängt, bevor er erneut erfolgreich in den Norden aufbrach. Bei Ausgrabungen in Haithabu wurde eine kreuzförmige Fibel gefunden, die als historisches Vorbild für das heutige Ansgar-Kreuz gilt. In dieser Tradition wird die Auszeichnung als Zeichen des Dankes an Menschen verliehen, die innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland in besonderer Weise missionarisch und diakonisch wirken.
Verleihung des Ansgar-Kreuzes
